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Vaginaler Moortampon

Eine spezielle Art der Torfanwendung – der vaginale Moor-Tampon (Peloid-Tampon)Moortampon

Es handelt sich dabei um keine Neuheit, kein klinisches Experiment und um keine veraltete Methode. Vaginale Moor-Tampons bilden gemeinsam mit der äußeren Anwendung von Peloiden z.B. in Form von Bädern und Packungen einen traditionellen und wichtigen Bestandteil der Kurbehandlung von Patientinnen mit gynäkologischen Beschwerden.

Ebenso wie bei anderen Formen der Anwendung von Peloiden handelt es sich bei vaginalen Peloid-Tampons um ein Mittel, das der Gesundheit durch seine thermischen (bzw. kühlenden) mechanischen und biochemischen Wirkungen nützlich ist. Die Anwendung in Form eines Tampons ermöglicht eine direkte Wirkung möglichst nah an der Quelle der Beschwerden.

Außer der direkten Einwirkung von Wärme oder Kühle auf das unmittelbare Umfeld, in dem sich praktisch alle Organe des inneren Genitals befinden, ist bei der vaginalen Anwendung die Reflexwirkung bedeutend, in offensichtlichem Zusammenhang mit der Regulation des autonomen Nervengeflechtes, dank dessen die erreichten Änderungen der Zirkulation und des Stoffwechsels auch einige Stunden nach Beendigung der Anwendung andauern. Im Unterschied zu Oberflächenanwendungen von Wärme und Kühle, bei welchen  es zur Durchwärmung oder Abkühlung der Beckenorgane in beschränktem Maße und erst nach dem Ausgleich des kalorischen Defizits des Körperumschlags kommt, erfolgt bei der Anwendung von warmen vaginalen Peloid-Tampons direkte, intensive und sofortige Wirkung.

Die mechanische Wirkung der Moor-Tampons stellt vor allem die Entfaltung der Scheidenwände dar und stellt einen vollkommenen Kontakt der festen und auch flüssigen Phase der Moormasse mit der Oberfläche der Schleimhaut sicher.

Bei der vaginalen Anwendung wird besonders die biochemische Wirkung entscheidend geltend gemacht. Im Unterschied zur Haut bildet die Schleimhaut eine viel durchlässigere Barriere und die Humin- und weitere Inhaltsstoffe können ihre Wirkung in der ganzen Schicht der Schleimhautauskleidung und auch im Unterschleimhautbindegewebe geltend machen.

Der ph-Wert der Huminstoffe, die ohne Ausnahme sauer sind, liegt dem des physiologischen Sauermilieus einer gesunden Scheide nahe. Huminstoffe helfen bei der Korrektion von ggf. erhöhtem ph-Wert z.B. bei chronischen vaginalen Entzündungen, indem sie ihn normalisieren und auf diese Weise ein günstiges Milieu für den Wuchs der physiologischen vaginalen Mikroflora bilden, die insbesondere Laktobazillen darstellen.

Huminstoffe reagieren mit Scheidensekreten und insbesondere mit Stoffen eiweißlichen Charakters. Sie helfen, eine Reihe von entzündlichen Wirkstoffen, Abfall- und toxischen Produkten, die durch die Tätigkeit von Krankheitserregern oder durch Immunvorgänge bei entzündlichen Störungen entstehen, zu neutralisieren.

Humin- und weitere Inhaltstoffe wirken auf  die Scheidenauskleidung adstringierend (durch zusammenziehende, festigende Wirkung), sie beschleunigen die Abscheidung  abgenutzter Zellen der Auskleidung (Desquamation) und deren Ersetzung durch neue Zellen (Epithelisation).

Im Bereich der Basalschicht der Auskleidung und des Unterschleimhautbindegewebes  helfen die Huminstoffe den Stoffwechsel, den Austausch und Abfluss der Gewebsflüssigkeit zu beschleunigen, die interzellularen Räume von stagnierenden Stoffen eiweißlichen Charakters zu reinigen und die Qualität des Bindegewebes zu beschleunigen und zu verbessern. Somit helfen sie bei einer schnelleren und vollkommeneren Erneuerung der physiologischen Verhältnisse bei entzündungsbedingten Veränderungen und nicht zuletzt auch bei der Verbesserung von Qualität und Eigenschaften von Operationsnarben.

Von uns wurden nur die wichtigsten Charakteristiken angegeben. Deshalb gestatten wir uns, eventuelle Interessenten für Einzelheiten und weitere Informationen auf  Fach- und popularisierende Literatur zu verweisen.